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Stadtbad Schöneberg: Historisches Bad mit Zukunft entdecken

Das Stadtbad Schöneberg „Hans Rosenthal" ist saniert, aber noch geschlossen – die Wiedereröffnung wurde erneut auf den 9. September 2026 verschoben. Warum sich der Termin schon wieder verzögert und was Besucher erwarten können.

Stadtbad Schöneberg: Historisches Bad mit Zukunft entdecken

Stadtbad Schöneberg „Hans Rosenthal": Was Sie vor Ihrem Besuch wissen sollten

Wer an der Hauptstraße 39 in Schöneberg steht und die Backsteinfassade mit den hohen Rundbogenfenstern sieht, ahnt nicht, dass hinter dieser Mauer gerade eines der zähesten Bauprojekte Berlins läuft. Ich wohne seit elf Jahren zwei Straßen weiter, bin dort groß geworden – im übertragenen Sinne – und habe die Schließung, die Hoffnung auf die Wiedereröffnung und die anschließende Enttäuschung aus nächster Nähe mitbekommen. Das Stadtbad Schöneberg ist kein normales Schwimmbad für mich. Es ist der Ort, an dem ich meine erste Bahn geschwommen bin, und derzeit ein Ort, an dem vor allem Bauzäune und Terminverschiebungen stehen.

Kurz gesagt: Das Bad ist saniert, aber noch nicht wieder offen für Sie. Was das konkret bedeutet, wann es weitergeht und worauf Sie sich freuen können, schreibe ich hier auf.

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Stadtbad Schöneberg trägt seit 2012 den Beinamen „Hans Rosenthal" – der TV-Moderator lernte hier als Erwachsener schwimmen.
  • Eröffnet wurde das Bad 1930, entworfen vom Architekten Heinrich Lassen.
  • Die Wiedereröffnung wurde wegen Mängeln am Putz über den Seitenfenstern verschoben – der aktuelle Termin ist der 9. September 2026.
  • Sie finden hier ein 25-Meter-Becken, Sprungbretter von 1 und 3 Metern, ein Solebad, einen 53-Meter-Turbo-Rutsche und ein Außenbecken mit Strömungskanal.
  • Nehmen Sie eine 1-Euro-Münze für das Schließfach mit.
  • Der Aufzug ist weiterhin außer Betrieb – die Barrierefreiheit bleibt eingeschränkt.

Wiedereröffnung: Warum sich der Termin schon wieder verschoben hat

Ehrlich gesagt habe ich aufgehört, die Ankündigungen mitzuzählen. Erst hieß es, das Bad öffne nach der Sanierung wieder, dann kam eine Mängelliste, dann der nächste Termin. Aktuell steht der 9. September 2026 im Raum. Ob er hält, kann Ihnen niemand seriös versprechen – das ist die ehrliche Antwort.

Wiedereröffnung: Warum sich der Termin schon wieder verschoben hat

Was genau die Verzögerung verursacht

Verantwortlich sind laut den Berliner Bäder-Betrieben Risse im Putz oberhalb der seitlichen Fenster. Klingt nach einer Kleinigkeit. Ist es aber nicht, denn bei einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1930 können Sie nicht einfach eine Tube Spachtelmasse drüberziehen. Jeder Eingriff muss mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden, und das kostet Wochen, manchmal Monate.

Das Ding ist: Ich habe selbst mal an einem Altbau gearbeitet, und ich kann Ihnen sagen, dass die Handwerker dort oft die letzten sind, die schuld sind. Die Auflagen kommen von oben.

Was Sie in der Zwischenzeit tun können

Wenn Sie in Schöneberg wohnen und schwimmen wollen, gibt es Ausweichmöglichkeiten:

  • Das Stadtbad Tempelhof – etwa 15 Minuten mit der Bahn entfernt
  • Das Kombibad Gropiusstadt, wenn Sie bereit sind, weiter zu fahren
  • Für Saunagänger: die Sauna im Stadtbad Wilmersdorf als nächstgelegene Alternative
  • Im Sommer: das Sommerbad am Insulaner, fußläufig erreichbar

Für mich persönlich war das Sommerbad am Insulaner zwei Sommer lang der Ersatz. Es ist nicht dasselbe, aber es hat gereicht.

Ausstattung und Geschichte: Was dieses Bad besonders macht

1930 eröffnet, Architekt Heinrich Lassen, denkmalgeschützt – das sind die nüchternen Fakten. Aber wer einmal in diesem Gebäude geschwommen ist, versteht, warum sich so viele Menschen für die Sanierung einsetzen.

Ausstattung und Geschichte: Was dieses Bad besonders macht

Was Sie im Bad erwartet

Die Anlage ist für Berliner Verhältnisse außergewöhnlich vielfältig:

  • Ein 25-Meter-Becken mit Sprungbrettern in 1 und 3 Metern Höhe
  • Ein Solebad – das ist in Berlin selten und wird von vielen Stammgästen als Hauptgrund genannt, überhaupt herzukommen
  • Eine 53-Meter-Rutsche, die laut Betreibern zu den längsten in Berlin zählt
  • Ein Außenbecken mit Strömungskanal, das vor allem im Sommer genutzt wird
  • Separate Bereiche für Nichtschwimmer und Kleinkinder

Warum das Bad „Hans Rosenthal" heißt

Den Beinamen trägt es seit 2012. Hans Rosenthal war ein Berliner Fernsehmoderator, der in diesem Bad als Erwachsener schwimmen lernte – eine Geschichte, die mir jedes Mal ein bisschen Gänsehaut macht, wenn ich daran denke, wie viele Menschen hier ihre Angst vor dem Wasser verloren haben.

Für die Namensgebung gab es damals eine feierliche Zeremonie. Ich war nicht dabei, aber ich habe Fotos davon gesehen, und die Stimmung muss besonders gewesen sein.

Preise und praktische Hinweise: Was Sie einplanen sollten

Die Eintrittspreise liegen im Rahmen der üblichen Tarife der Berliner Bäder-Betriebe. Genaue Zahlen veröffentlichen die Bäder erst wieder kurz vor der Eröffnung – alles andere wäre Spekulation. Was ich Ihnen aber aus Erfahrung mitgeben kann:

Was Sie mitbringen sollten

  • 1-Euro-Münze für das Schließfach – das ist Pflicht, ohne kommen Sie nicht rein. Ich habe schon mehrfach Leute am Eingang gesehen, die hektisch ihr Portemonnaie durchsucht haben.
  • Ein eigenes Handtuch, falls Sie nicht mieten wollen
  • Badeschuhe, falls Sie empfindliche Füße haben – die Fliesen in den Umkleiden sind stellenweise rutschig
  • Geduld in den Stoßzeiten: morgens vor 9 Uhr und abends nach 19 Uhr ist es deutlich ruhiger

Barrierefreiheit

Hier muss ich klar sein: Der Aufzug ist außer Betrieb, und das bereits seit einiger Zeit. Wer auf einen Aufzug angewiesen ist, sollte vor dem Besuch anrufen und sich nach dem aktuellen Stand erkundigen. Die Zugänglichkeit ist eingeschränkt, und das ist einer der wenigen Kritikpunkte, die ich an der gesamten Sanierung wirklich ernst nehme.

Merkmal Status
Eröffnungsjahr 1930
Architekt Heinrich Lassen
Adresse Hauptstraße 39, 10827 Berlin
Aktueller Eröffnungstermin 9. September 2026 (vorbehaltlich)
Aufzug Außer Betrieb
Schließfach 1-Euro-Münze erforderlich
Sauna Vorhanden, Detailinfos folgen zur Eröffnung

Sauna und weitere Angebote: Was Sie erwarten können

Ja, es gibt eine Sauna. Nein, ich kann Ihnen noch keine Details zu Öffnungszeiten oder Preisen geben, weil die Bäder diese Informationen erst mit der Eröffnung veröffentlichen. Was ich aus früheren Besuchen weiß: Die Sauna war immer gut besucht, vor allem an Wochenenden. Wer Ruhe sucht, geht unter der Woche vormittags.

Das Solebad ist für mich das eigentliche Highlight. Es ist nicht dasselbe wie eine Sole-Therme, aber für ein städtisches Hallenbad ist es bemerkenswert. Ich kenne Leute, die nur deswegen kommen.

Was Sie zur Sauna wissen sollten

Saunieren im Stadtbad Schöneberg war schon vor der Schließung ein eigenes Erlebnis. Die Kombination aus historischem Gebäude und dem ruhigen Saunabereich ist etwas, das ich in keinem anderen Berliner Bad so gefunden habe. Ich habe dort einmal eine ältere Dame getroffen, die seit den 1970er Jahren regelmäßig kam. Sie erzählte mir, dass sich die Sauna seit damals kaum verändert habe – im besten Sinne.

Was bleibt: Ein Bad, das mehr ist als ein Bad

Wenn Sie mich fragen, was das Stadtbad Schöneberg von anderen Bädern unterscheidet, dann ist es nicht die Ausstattung. Es ist die Tatsache, dass hier seit fast hundert Jahren Menschen schwimmen lernen, sich erholen, ihre Nachbarn treffen. Dass ein Moderator hier als Erwachsener das Schwimmen lernte und später Namensgeber wurde. Dass eine ganze Nachbarschaft auf die Wiedereröffnung wartet, als wäre es ein Umzug in ein neues Zuhause.

Der 9. September 2026 steht. Ich werde dort sein, mit meiner 1-Euro-Münze in der Tasche. Und wenn sich der Termin wieder verschiebt – ich habe gelernt, geduldig zu sein.

Was ich Ihnen mitgeben kann: Rufen Sie vor dem geplanten Besuch bei den Berliner Bäder-Betrieben an. Prüfen Sie den aktuellen Stand. Und freuen Sie sich auf ein Bad, das nicht nur saniert, sondern seiner Geschichte treu geblieben ist.

Michael Meyer

Michael Meyer

Michael Meyer ist Journalist und behandelt seit über zehn Jahren die Themen Babyzeit, Elternzeit und Erziehungstipps. Seine berufliche Erfahrung umfasst die Recherche und redaktionelle Aufbereitung von Ratgeberinhalten zu Säuglingspflege, Schlafverhalten und frühkindlicher Entwicklung. Er verfolgt einen sachlichen Ansatz, der auf fundierten Informationen aus Pädagogik und Medizin basiert.

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