Baby-Entwicklung: Monat 1

Baby Entwicklung 1. MonatGeschafft! Die Geburt ist geschafft und das Baby ist da! Was für ein Wunder des Lebens! Auch die Sinne des Babys sind bereits unmittelbar nach der Geburt „wach“.

Ähnlich verhält es sich mit den Reflexen, wie Sie vermutlich selbst schon unschwer mitbekommen haben: Schreien, strampeln, saugen – das sind typische erste Impulse eines Neugeborenen. In den ersten 28 Tagen spricht man daher auch von der sogenannten „Neugeborenenperiode“.

Vielleicht wirkt das Baby noch etwas „zerknautscht“ oder „zerbrechlich“, doch keine Sorge, das legt sich, wenn das Baby sich mehr und mehr strecken lernt; außerdem ist es robuster, als es vielleicht den Anschein haben mag auf den ersten Blick. Dennoch, was die Babys in den ersten 4 Wochen ihres Lebens vor allem brauchen, ist eines: Viel kuscheln. Der Körperkontakt ist wichtig – übrigens für Sie Beide: Denn auch Sie brauchen sicherlich etwas Zeit, sich an das Baby zu gewöhnen.

Haben Sie Geduld, falls nicht alles sofort klappt, und nehmen Sie sich die Zeit. Es ist Ihre Zeit und die Zeit für Ihr Baby. Kein Grund zur Eile, Sie haben alle Zeit der Welt zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Zurechtfinden in dieser – verständlicherweise – komplett neuen und ungewohnten Lebenssituation! Auch ist es völlig normal und nachvollziehbar, wenn Sie in den ersten Wochen erschöpft sein sollten. Vergessen Sie nicht, Sie haben eine Geburt hinter sich, die nicht selten neben all der Freude über dieses Lebenswunder auch sehr viel Anstrengung bedeutet! Geben Sie sich und Ihrem Baby die Zeit.

Auch Ihr Hormonspiegel wird sich erfahrungsgemäß ein paar Tage nach der Geburt verändern, was häufig in einem Tag endet, der einfach „zum Heulen“ ist. Ruhen Sie sich aus, seien Sie stolz auf das Geleistete, und auch dieser Tag wird vorübergehenden und Ihre Kraft und Freude wiederkommen.

Wichtige Termine in den ersten vier Wochen & stillen lernen

Denken Sie aber daran, Ihr Baby beim Standesamt noch anzumelden in den ersten 7 Tagen und auch – falls noch nicht geschehen – Ihre Elternzeit zu beantragen. Die beiden Untersuchungen U1 und U2 sind ebenfalls in dieser Zeit fällig, genaugenommen in den ersten 4 Wochen. Bei dieser Gelegenheit bietet sich vielleicht auch ein Abstecher in die Stadt an, um die Tageszeitung vom Geburtstag Ihres Babys zu kaufen und diese als Erinnerungsstück aufzubewahren, was viele Eltern machen.

Möchten Sie selbst Ihr Baby stillen, so empfiehlt es sich, für das richtige Anlegen des Babys an die Brust zumindest einmal die Erfahrung einer Krankenschwester oder auch von einer Hebamme in Anspruch zu nehmen. Hat das Baby seinen Bauch in Richtung Ihres Körpers gerichtet, so kann es leichter von der Muttermilch trinken. Anderenfalls muss es seinen Kopf wenden, was nicht nötig ist mit der richtigen Position.

Baby stillenEssen und Schlaf sind überhaupt nun zwei sehr wichtige Beschäftigungen Ihres Babys. Sie werden häufiger gefordert werden, es zu stillen, genauso wie es sehr viele Stunden – anfangs sogar einen Großteil des Tages und der Nacht – schlafen wird. Das wiederum allerdings zu durchaus immer unterschiedlichen Zeiten und Längen, was für manche Eltern durchaus eine Herausforderung und auch anstrengende Zeit sein kann.

Dabei sollten Sie wissen, dass die Babys üblicherweise zwar viel schlafen, doch nicht so lang am Stück. Hierfür gibt es einfache Erklärungen: Der Magen des Neugeborenen ist natürlich noch sehr klein, dadurch braucht es regelmäßig neue Milch. Oftmals sind es gerade einmal eine bis 3 oder 4 Stunden Schlaf, ehe das Baby nach neuer Milch verlangt.

Das Baby schläft jetzt viel – & schreit ebenso häufig, um sich auszudrücken

Das Baby selbst hat auch genug damit zu tun, die ganzen Eindrücke und Reize zu verarbeiten, was in dem vielen Schlaf resultiert. 14 oder 16 Stunden Schlaf über Tag und Nacht verteilt sind hierbei nicht unüblich für ein Baby. Da Ihr Baby Sie während seiner wachen Zeit aller Voraussicht nach sehr fordern wird, werden Sie dankbar sein für die Stunden wertvollen Schlafs, die Sie bekommen.

Aufgrund der vielen Reize, die das Baby zu verarbeiten hat, können Sie selbst ihm ein wenig entgegenkommen. Indem Sie beispielsweise in den ersten Wochen nicht zu viel Parfum bei sich selbst aufzutragen. Denn anderenfalls würden Sie das Baby noch mehr Reizen aussetzen.

Noch kann das Baby nicht sehr gut sehen, maximal bis zu einer Entfernung von 20 oder höchstens 30 Zentimetern. Auch kann es sich noch nicht gut ausdrücken. Daher wird es häufig schreien oder weinen– ein Weg für das Kleine, sich zu artikulieren. Dies wird übrigens in den gesamten ersten Monaten der Fall sein, was wir auch schon in diesem Beitrag über Krabbeldecken erwähnt haben. Ähnlich gilt für später, wenn es dann einmal um das Sauber werden gehen wird. Doch bis dahin ist es ja noch lange hin.

Was sehr süß sein kann, ist, dass das Baby im 1. Monat seiner Entwicklung aber schon Ihren Finger halten kann, sowie Ihre Stimme erkennen kann. Besonders lieben Babys hohe Stimmen, sagen Ärzte. Auch haben Sie eine Erklärung dafür, dass das Baby seine Mama bereits schon erkennen kann zu diesem frühen Lebenszeitpunkt. Nämlich aus dem Grund, da es ja die Mama die ganze Zeit im Bauch über auch schon mitbekommen hat.

Der Greif-Reflex des Neugeborenen ist also schon sehr aktiv.  Manchmal dreht es womöglich den Kopf, wenn es Hunger hat, und – ist die Brust einmal gefunden – fängt es an zu saugen. Dieser Such-Reflex lässt dann übrigens im 2. Monat der Entwicklung schon wieder nach und andere Entwicklungsschritte treten dafür stärker hervor. Aber schon vor Ende der ersten vier Wochen versuchen sich viele Babys an ersten Lauten. Das mag noch etwas unkoordiniert klingen, häufig ist es nur ein „Ahh“ oder „Krrkrr“, aber immerhin, was für ein Entwicklungsschritt für Ihr Neugeborenes!

Ihr Baby schätzt Ihre Aufmerksamkeit – und auch die Ruhe

Baby schläftWofür Ihr Baby in dieser Zeit besonders dankbar ist, ist Ihre Aufmerksamkeit. Spielen Sie mit ihm, indem Sie sich dem Neugeborenen zuwenden, ihm etwas vorsingen (egal, ob Sie die Töne treffen) oder ihm den Daumen hinhalten. Auch wenn Ihr Baby – wie erwähnt – noch nicht gut sehen kann, es spürt Ihre Zuwendung und Präsenz, seien Sie sich sicher darüber!

Geben Sie ihm einen Kuss, kuscheln Sie gemeinsam ausführlich oder verzücken Sie es mit Glockengeräuschen, einem Mobile zum Aufhängen oder anderen Lauten und Tönen. Mit jedem Tag wird nicht nur das Sehvermögen, sondern auch das Hörvermögen des Babys ein bisschen besser und stärker ausgeprägt.

Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass Ihr Baby aber nicht permanent neue Reize und Beschäftigung braucht. Denn wie Sie ja wissen, verarbeitet Ihr Baby zugleich auch noch – genau wie Sie – die ganzen neuen Reize und Veränderungen, die mit der neuen Lebenssituationen für Sie und Ihr Baby und Ihre Familie einhergehen.

Es darf also auch mal ruhig zugehen, ohne dass Sie sich sorgen machen müssen, und Sie selbst werden vermutlich auch dankbar sein über diese kostbaren Momente des Ausruhens und der Stille nach den aufregenden, und zugleich aber auch anstrengenden ersten vier Wochen Ihres Babys auf dieser Welt.

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